Max21 Firmengruppenlogo

WIR GLAUBEN AN DEN FLEXIBLEN UND

WIRTSCHAFTLICHEN EINSATZ VON OPEN SOURCE.

Open Source als Basiskonzept

MAX21 begreift Open Source und Freie Software als einen Umbruch in der Art und Weise, wie zukünftig produziert wird, die Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändert. Dieser Prozess hat bereits begonnen.

Ablauf und Komponenten eines typischen Open-Source-Projektes

Es beginnt mit der Idee einzelner Personen oder Gruppen, eine Funktionalität softwaremäßig umzusetzen. Das kann ein Betriebssystem sein, eine Adressverwaltung, eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation, eine Telefonanlage oder auch das Bearbeiten von Fotos. Dem Internet fallen sodann zwei Aufgaben zu - zum einen die weltweite Veröffentlichung des Vorhabens und zum anderen die Bereitstellung einer Kommunikationsplattform. Letztere wird benötigt, um all die freiwilligen Helfer im Projekt zusammenzuschalten. Das können Privatpersonen in ihrer Freizeit sein, die an einer Sache mitarbeiten wollen oder auch Mitarbeiter von Unternehmen, die hierfür freigestellt werden, weil das Unternehmen die Arbeitsergebnisse nutzen will, sie aber alleine nicht hätte entwickeln können. Genauso vielseitig können auch die Aufgaben in einem solchen Projekt sein. Klar, da ist der Programmierer, aber ebenso werden Dokumentierer, Pressesprecher, Kursautoren, Trainer oder Spenden benötigt. Das Ergebnis eines derartigen Projektes ist ein Softwareprodukt, dessen Programmcode offen liegt und von jedermann kostenlos genutzt werden kann - ganz im Gegensatz zu dem Closed Source Code kommerzieller Produkte wie beispielsweise Microsoft.

Open-Source-Projekte mit hoher Durchschlagskraft

Die Bewegung startete zu Anfang der neunziger Jahre mit Linus Torvalds und seinem Linux-Betriebssystemen und erstreckt sich heute über unzählige Projekte und zigtausende von Helfern. Und die Dimensionen sind gewaltig. Hier ein Beispiel: Innerhalb weniger Jahre sind aus dem ursprünglich 10.000 Zeilen umfassenden Linux-Kernel (Systemkern) bis heute über 100 Millionen Codezeilen geworden. Die Linux-Version 7.1 der Firma Red Hat besteht zum Beispiel aus 30 Millionen Codezeilen. Damit man einschätzen kann, was das bedeutet: Ungefähr 8.000 Programmierer hätten ein ganzes Jahr gebraucht, um ein einziges Produkt mit diesen Ausmaßen zu entwickeln. Die Kosten hätten mindestens eine Milliarde US-Dollar betragen. Welche kommerziellen Softwarehäuser mit ihren fest angestellten Entwicklern können sich noch in diesen Größenordnungen bewegen?

Nur noch Microsoft, SAP und Oracle halten mit

Hat sich in Anbetracht der Zahlen innerhalb der Open Source Community mal ein Projekt als virtuelle Firma installiert und sich die Entwicklung einer Softwarelösung auf die Fahne geschrieben, können eigentlich nur noch die drei Großen dieser Branche, nämlich Microsoft, SAP und Oracle, mithalten. "Die Fähigkeit von Open Source, die gemeinsame Intelligenz tausender Entwickler aus dem Internet zu sammeln und nutzbar zu machen, ist einfach unglaublich", heißt es im Halloween-Dokument, in dem Microsoft die Auswirkungen von Open Source auf das eigene Unternehmen analysiert. Ein Beispiel für den Einfluss, den Open Source auf Softwarefirmen haben kann, ist Computer Associates (CA), das zu den fünf größten Softwarehäusern der Welt zählt. CA hat den Quellcode seiner bisher kommerziell vermarkteten Datenbank Ingres veröffentlicht. "Die Frage war, Teil der Bewegung zu sein und zu überleben oder es zu ignorieren und zu sterben", erklärte Marcel den Hartog, Software Architect Linux Technology Solutions bei CA. Die Freigabe des Quellcodes sollte Entwickler weltweit animieren, weitere Features für die Datenbank Ingres zu programmieren und ihre Verbreitung zu fördern. CA generiert nun die Umsätze über den Support statt über Lizenzen - und Ingres bleibt marktfähig.

Hohe Geschwindigkeit als Killer-Argument

Für die etablierten Softwarehäuser liegt die Gefahr nicht in der Tatsache, dass Open Source Software kostenlos erhältlich ist, sondern in der Schwierigkeit, mit dem hohen Tempo bei der Entwicklung von Produkten, Updates oder Patches mitzuhalten. Ein Grund hierfür ist die bereits angesprochene Größe der virtuellen Projektgruppen. Es ist jedoch auch die Art und Weise selbst, wie eine Software entwickelt werden kann, die enorme zeitliche Wettbewerbsvorteile bringt. Möchte ein Open Source orientiertes Unternehmen ein neues Produkt entwickeln, greift es einfach in den Baukasten der frei verfügbaren Softwaremodule und programmiert selber nur noch die verbindenden und speziellen Software-Elemente hinzu. Das reduziert Entwicklungszeit und -kosten gewaltig. So können auch kleine Unternehmen rasch konkurrenzfähige Produkte im Markt platzieren. Natürlich wird nach Fertigstellung ein Teil der Entwicklungen wieder frei verfügbar gemacht.

Open-Source-Definition

Gemäß der Open-Source-Definition (OSD) der Open-Source-Initiative hat Freie Software u.a. die beiden folgende Charakteristika:

"Die Software darf beliebig kopiert, verbreitet und genutzt werden." Für Open Source Software gibt es keine Nutzungsbeschränkungen. Weder bezüglich der Anzahl der Benutzer, noch bezüglich der Anzahl der Installationen. Mit der Vervielfältigung und der Verbreitung von Open Source Software sind auch keine Zahlungsverpflichtungen gegen einen Lizenzgeber verbunden. [Quelle: Wikipedia]

"Die Software darf verändert und in der veränderten Form weitergegeben werden." Durch den offen gelegten Quelltext ist das Verändern ohne weiteren Aufwand für jeden möglich. Weitergabe der Software soll ohne Lizenzgebühren möglich sein. Open Source Software lebt förmlich von der aktiven Beteiligung der Anwender an der Entwicklung. So bietet sich Open Source Software zum Lernen, Mitmachen und Verbessern an. [Quelle: Wikipedia]

Der Begriff Open Source beschränkt sich jedoch nicht ausschließlich auf Software, sondern wird auch auf Wissen und Information allgemein ausgedehnt. Ein Beispiel dafür ist Wikipedia, eine gemeinnützige, aus Spenden finanzierte, freie Online-Enzyklopädie, an der jeder mitschreiben kann. Alle Inhalte stehen unter GNU Free Documentation License, die jedem das Recht einräumt, die Inhalte unentgeltlich - auch kommerziell - zu nutzen, zu verändern und zu verbreiten. Wikipedia gilt als die umfangreichste Sammlung originär freier Inhalte.

Linux und Open Source haben die Software-Entwicklung revolutioniert. Die Beteiligungen der MAX21 nutzen diese Techniken für ihre Produktentwicklungen. Die Portierung der erfolgreichen Arbeitsweise von Open Source aus der Software-Entwicklung in den fachfremden Bereich der Unternehmensentwicklung ist der Clou des Geschäftsansatzes der MAX21.

image