Ministerin Zypries zu Besuch bei MAX21
Weiterstadt, 19. Mai 2008. - In ihrer Eigenschaft als Mitglied des Bundestages und Wahlkreisbeauftragte besuchte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries am Dienstag (13.) den Vorstand der MAX21 Management und Beteiligungen AG in Darmstadt/Weiterstadt. Wichtiges Thema des knapp einstündigen Gespräches war der neue Gesetzesentwurf zur Aktionärsrechterichtlinie. Dieser beinhaltet unter anderem schärfere Maßnahmen gegen Aktionäre (Berufskläger), die mit Hilfe von aktienrechtlichen Anfechtungsklagen eigene wirtschaftliche Interessen verfolgen. Weiterer Gesprächsgegenstand war der Aufbau einer zentralen Plattform für Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitute in Darmstadt, die sich mit Open-Source-Technologien beschäftigen.
„Berufskläger“ behindern Geschäftsprozesse
Das Problem sei den Gerichten bekannt, erklärte Zypries den Vorstandsmitgliedern. Allerdings müsse ein Mittelweg gefunden werden, der nicht nur Unternehmen vor eigennützigen Anfechtungsklagen schütze, sondern auch die Interessen von Kleinaktionären sicherstelle. Der neue Gesetzesentwurf ziele darauf ab, die Handlungsfähigkeit von Unternehmen zu bewahren, indem beispielsweise Aktionäre mit einem Aktienbesitz von weniger als 100 Euro Nennwert künftig Mehrheitsbeschlüsse der Hauptversammlung nicht mehr blockieren, sondern lediglich Schadenersatz beanspruchen könnten. Anfang diesen Jahres reichten zwei Aktionäre mit einem Gesamtbesitz von 18 Aktien Anfechtungsklagen gegen eine Reihe von Mehrheitsbeschlüssen (99,99 Prozent) der MAX21-Hauptversammlung ein. Aktuell begrenzen diese Klagen den Aktionsradius der MAX21 AG. Zypries sicherte dem Vorstand zu, einen Ansprechpartner im Bundesjustizministerium zu vermitteln, der über weitergehende Informationen zum geplanten Gesetz verfügt.
Darmstädter Open-Source-Plattform
Mit ihren zahlreichen Verbindungen zur Open-Source-Community kann MAX21 einen Beitrag zum Aufbau einer zentralen Open-Source-Plattform leisten. Damit unterstützt das Unternehmen die Idee von Ministerin Zypries, die sich für die Gründung einer IT-Plattform in der Rhein-Main-Neckar-Region engagiert, um im Verbund Synergien zu schaffen und somit einen höheren Wirkungsgrad zu erzielen – ganz nach dem Beispiel Silicon Valley. Gemeinsam mit regionalen Größen aus Wirtschaft, Forschung und Lehre initiierte sie bereits das IT-Forum in Darmstadt, das ein erstes Kennenlernen ermöglichte.
Gelungenes Gespräch
MAX21-Vorstand Walter Erl bezeichnete das Treffen mit Brigitte Zypries als freundlich und offen. „Dank des Gespräches haben sich für uns neue Perspektiven ergeben“, erläuterte er. „Die Aussicht, künftig mit anderen Unternehmen enger zusammenzuarbeiten und Erfahrungen auszutauschen ist genauso viel versprechend wie die Hoffnung, dass es Berufskläger künftig schwerer haben werden, unsere Geschäfte zu behindern. Wir sehen sehr positiv in die Zukunft.“
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Über MAX21 Management und Beteiligungen AG
MAX21 AG ist eine Beteiligungsgesellschaft, die junge Open-Source-Unternehmen bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Geschäftsmodelle unterstützt und neue Geschäftsfelder erschließt. Neben dem gezielten Einsatz von Kapital bietet MAX21 ihren Portfolio-Unternehmen Dienstleistungen für die Bereiche Organisation & Administration, Marketing & Vertrieb sowie Resourcing & Recruiting an. Das bisher einzigartige Geschäftskonzept macht MAX21 zu einem unabhängigen Marktplatz für Open-Source-Lösungen. Die wichtigsten Firmen der MAX21-Unternehmensgruppe konzentrieren sich auf die Geschäftsbereiche Postdienstleistung, Security, ERP und Voice over IP. Ziel der MAX21 ist es, pro Jahr eine dieser Beteiligungen an die Börse zu begleiten oder an interessierte Unternehmen zu verkaufen.
Die MAX21 AG ist im Entry Standard (Open Market) an der Frankfurter Börse notiert (Wertpapierkennnummer: A0D88T, ISIN: DE000A0D88T9, Börsenkürzel: MA1).
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